Notizen

Notizen

Wortschatz

Wortschatz

Im Kartenständer vom Museumsshop im NRW-Forum diese Postkarte entdeckt. Hab mich sofort in das Wort verliebt: hoppípolla

(Quelle: wortschatzkarte.de)

Verstörend

Verstörend

Upcycling ist eine tolle Sache. Hilfe für Geflüchtete auch. Die Kombination beider kann mitunter eine verstörende Wirkung haben. Zumindest auf mich. 

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Geschenk

Geschenk

Ich habe einen Sommertag zum Geburtstag bekommen. 

Dystopie

„Die Menschheit hat viel Leid produziert.“

„Und wird auch weiterhin viel Leid verursachen.“

Gesprächsfetzen zwischen zwei Männern auf der Benrather Straße in Düsseldorf.

Aufgeschnappt

„Komm, Blondi!“

Mann zu seinem Hund in einem Baumarkt.


(Hinweis: Blondi hieß der Schäferhund von Adolf Hitler)

 

Timetunnel

Ich habe ein Kleid an, das ist ungefähr 26 Jahre alt und eine Jeansjacke, die knapp 20 Jahre in meinem Besitz ist. Als ich die Treppe vom U-Bahnhof Schadowplatz hochkomme, empfängt mich das Panflötenspiel zweier Straßenmusiker. Zufall?

*Hinweis für die junge Generation: Panflötenspieler dudelten vor ein paar Jahrzehnten in den Einkaufsstraßen deutscher Großstädte und Gheorghe Zamfir verkaufte seinen Platten millionenfach.

Gezeter

Eine Familie – Vater, Mutter, große Tochter, kleine Tochter – stehen vor dem Steigenberger Parkhotel in Düsseldorf, zetern und schimpfen sich an. Plötzlich herrscht Ruhe und das Gezänk verstummt. Der Vater hat sich durchgesetzt und macht ein Selfie mit der ganzen Familie. Die große Tochter, die am lautesten keifte, beherrschte das Posen am besten.

Immer das gleiche …

Vor vier Jahren in Dresden. Gute Inszenierung von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ gehört und gesehen. Die Menschen strömen in alle Richtungen nach der Vorstellung auseinander. Unweit der Semper Oper postieren sich eine Frau und ein Mann in den Arkadenbögen, stellen ein Körbchen vor sich hin, drücken auf den Play-Knopf des Musikabspielgerätes und stimmen einen engelhaften Gesang des Ave Marias von Franz Schubert an. 

Wir gehen weiter, während die Töne noch sanft unser Ohr umschmeicheln. Hinter mir schlurft ein Tramp mit verfilzten Rastahaaren und zersauseltem Bart. Er murmelt durch seinen Mundschlitz: „Ich kann es nicht mehr hören. Jeden Abend das gleiche Lied, jeden Abend die gleiche Scheiße.“

Meisenknödel

Meisenknödel ist ein schönes Wort. Drall, rund und weich, aber auch spitzmündig. Es gleicht dem Charakter von Marianne Sägebrecht in dem Film „Out of Rosenheim“.

Wie unrasiert

Dunkle Augenringe machen ein Outfit liederlich.

Das Megaphon

Ein Mann sitzt mir in der Straßenbahn gegenüber. Er hat eine laute Stimme, wie ein Megaphon auf Stufe 10 gestellt.

Grau

Müde sehen die Menschen in der Straßenbahn aus. Der graue Himmel spiegelt sich in ihren Gesichtern. Ab und zu blitzt ein Stückchen Blau hervor. Ihre leeren Augen verwirren mich. War gestern schon Feiertag?

Sehnsucht

„Le mal du pays“ – Die grundlose Traurigkeit, die eine ländliche Idylle im Herzen der Menschen weckt.

Bemerkenswert

In Benrath bleibt eine ältere Frau stehen, geht zu einem hochgewachsenen Busch und riecht an den Blüten. Das ist eine Notiz wert.