Silly Hipsters

Silly Hipsters

Bild von Devon Breen auf Pixabay

Anglizismen können das Leben teurer machen, wenn sie dem schönen Schein dienen und das Hipster-Ego aufwerten. Dieses Phänomen ist immer wieder schön zu beobachten, zuletzt am Markt auf dem Carlsplatz in Düsseldorf, wie mir aus verlässlicher Quelle zugetragen wurde.

Der Markt hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. War es schon immer ein Einkaufsort für das gehobene Publikum, das zum Beispiel erlesene Früchte dort kauft, die gegenüber im Supermarkt nicht schlechter, aber nur halb so teuer sind, so wurde als neue Zielgruppe die Hipster-Generation auserkoren. Sozusagen die Nachfolge-Generation einer zahlungskräftigen Klientel, die sich ebenso gerne blenden lässt.

Das Hipster-Volk gibt sich unter anderem dadurch zu erkennen, dass es in jedem Satz mindesten ein englisches Wort unterbringt, weil das so up to date und global klingt, was aber genauer betrachtet ziemlich albern ist.

Diese Generation springt auf alles sofort an, wenn es in englischer Sprache daherkommt. Wer würde schon gefrorenen, geschmacklosen Joghurt mit buntem Industriefirlefanz kaufen? Heißt es aber “Frozen Joghurt mit Topping” und – schwupps – stehen die Hipster und Möchtegern-Hipster Schlange für etwas, was nicht schmeckt, billig zu produzieren ist und viel zu teuer verkauft wird. Der Erfinder dieser farblosen Speise lacht sich wahrscheinlich jeden Tag kaputt und kann bald in Rente gehen.

Dieses Phänomen, wie die Hipster getriggert werden können, hat wohl auch der Besitzer eines Marktstandes am Carlsplatz beobachtet. So wurde aus dem leckeren und guten Gemüseeintopf eine Veggi-Bowl. Gleicher Inhalt, neuer Name – Aufschlag ein Euro.

Ein anderer Name für den guten Eintopf ist übrigens One-Pot-Meal auch als halb und halb Version geläufig unter One-Pot-Gerichte.

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