Streifzüge durch die Nacht

Streifzüge durch die Nacht

Verlassene Villa in Palma de Mallorca Foto: Dagmar Wienke

Palm de Mallorca. Zweimal den gleichen Weg gehen ist ein Ritual. Ich habe den Jasminstrauch vom letzten Jahr wiedergefunden. Und neues entdeckt, was schon immer da war. Streifzüge durch die Nacht machen manchmal vor verschlossenen Türen halt. Dann wird nur noch der Phantasie Einlass gewährt. Umso prunkvoller aber erstrahlen die Räume, ist der Geist erst einmal hineingeschlüpft. Das Gitter wird zur Illusion, die Geschichten im Kopf real und alles ringsrum wird gleich mit verzaubert. 

Leere Straßen und altes Gemäuer scheinen die Hektik des Tages aufzusaugen, zu filtern und als Ruhe wieder auszuatmen. Dankbar habe ich Ihnen reichlich Futter gegeben. Sie gaben mir im Gegenzug Geschichten. So sind wir beide belebt worden. Häuser brauchen Menschen. Menschen brauchen Häuser. Wie simpel. Ich muss noch mal über die Frau nachdenken, die lieber auf der Straße lebt, als in einem Haus. Und über Victoria, die mit Geduld und Liebe die Angst der Frau vor Häuser nehmen will. Aber das ist eine andere Geschichte.

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